Montag, 18. Februar 2013

Audible-Hörbuch: Naomi Novik Drachengold (Die Feuerreiter Seiner Majestät 7)

Peter Jackson hat angekündigt, sich nach „Der Hobbit“  der Verfilmung von Naomi Novik’s „Feuerreiter seiner Majestät“ anzunehmen. Aber: wenn aus einem (relativ) dünnen Buch 3 Filme à 3 Stunden gemacht werden, was passiert dann aus >7 Bücher, die fast doppelt so dick sind wie „Der (kleine) Hobbit“? Erwarten uns insgesamt 21 (oder mehr) Filme, die alle Überlange haben? Und zwar über ~21 Jahre verteilt? Liebe Naomi: Vielleicht wäre die Variante einer aufwendigen TV-Serie, wie sie für „Das Lied von Eis und Feuer“ aka „Game of Thrones“ gewählt wurde, die bessere Wahl ;-)

Wenn eine Fantasy-Reihe das 7. Buch erreicht hat dann gibt es zwangsläufig Wiederholungen, so auch in „Drachengold“. Dem Hörer steht nach den Seereisen England – China und England - Afrika eine weitere laaaaaaange Seereise bevor: Australien – Brasilien; die Seereise wird jedoch unterbrochen, bevor sie zu langweilig wird. 

Das Interessante an dieser Reihe ist, wie Naomi Novik die unterschiedlichen Drachen darstellt, und wie sie von den Menschen behandelt werden. In Europa sind sie Arbeitstiere; in China werden sie respektvoll, ja beinahe ehrfürchtig behandelt; in Afrika sind es die wiedergeborenen Vorfahren, ich werde an dieser Stelle nicht verraten, was das besondere an den Drachen im siebten Band ist… Es passieren im siebten Band viele Dinge, aber die Handlung wird nicht angeschlossen; Napoleon nicht besiegt. Ich warte jetzt auf den 8. Band und bin sehr gespannt, wie die amerikanischen Drachen aussehen. 

Detlef Bierstedt (u. a. die Stimme von George Clooney, John C. Reilly, Jonathan Frakes und Bill Pullman) liest oder besser: rezitiert „Drachengold“ wie schon die 6 vorherigen Bände der Reihe hervorragend, und ist neben David Nathan und Dietmar Wunder mein persönlicher Lieblings-Hörbuchrezitator, auch wenn sich alle Drachen bis auch Temeraire ähnlich anhören.

5 von 5 Sternen

Sonntag, 23. September 2012

Bhutan - Urlaub? Teil 1

Für mich unfreiwillig, auf nach Bhutan, mehr oder weniger (für mich:weniger) Nach Jetag bin ich völlig k.o. Es sind immerhin +5 Stunden - jetzt ist es in D kurz nach 10:30, hier aber schon 15:30. Was gibt es von Tag 1 zu berichten? Ich kann schon keinen Reis mehr sehen. Die Höfflichkeit, die den Touris entgegengebracht wird,ist für mich aus der Servicewüste Deutschland *sehr* ungewohnt.Beim kleinsten Wunsch verbeugt der Kellner/Ober sich, derdie Security, die aussieht, als hätte sie ein 12stundenschicht hinter sich,ist trotzdem höfflich etc, aber Einheimische werden nicht ganz so zuvorkommend behandelt. Wie dem auch sei nach<24 stunden,nur in bangkok will ich schon wieder zurück nach Europa/Deutschland.

Freitag, 22. Juni 2012

FarCry - das Hörspiel zum Videospiel

Zuerst das Allerwichtigste: dieses Hörspiel hat nichts mit dem Uwe Boll-Film "FarCry" zu tun, sondern basiert auf dem orginalen PC-Game FarCry von Crytek, und nicht der stark abgeänderten XBOX/XBOX360-Version (hier erhält Jack Carver bzw. der Spieler etwa Spezialfähigkeiten wie z.B. Nachtsicht). Für die Story gäbe es keinen Oskar oder Golden Globe, aber dieses Hörspiel will vor allem eins: Entertainment sein; ein  "Low-brainer". Und die Umsetzung ist richtig gut, selbst die kleinste Nebenrolle wurde mit einem bekannten Synchronsprecher besetzt. Die Hauptrolle Jack Carver wurde von Thomas Nero Wollf (Hugh Jackman) übernommen, den Erzähler übernimmt Manfred Lehmann (Bruce  Willis).


Die Easterggs und Anspielungen ["Eine Basis, wie man sie aus jedem zweiten 'Killerspiel' kennt"; Jack Carver trifft ein ganz bestimmtes Team von 4 (gealterten) Söldnern; ein Söldner der unter der Dusche singt] machen dieses Hörspiel sehr hörenswert. 


Sehr schade finde ich, dass das  Cover Till Schweiger - der im Uwe-Boll-Film Jack Carver mimte -zeigt, und nicht das Cover des PC-Games. 

Das soll ein RPG sein?



Computer- und Videospiele mit Lizenzen bekommen immer schlechte Bewertungen; es gibt auch Ausnahmen The Witcher 1 & 2 und natürlich beide BATMAN-Games, auch die LEGO-Spiele sind eine Erwähnung wert.Ich kenne bis jetzt nur die ersten beiden Folgen der TV-Serie, bin von der Welt von "Das Spiel von Feuer und Eis" enttäuscht. "Game of Thrones" für die XBOX360 ist für mich eine wirklich große Enttäuschung; ich wollte (wiedereinmal) ein "klassisches" Rollenspiel für die XBOX360. "Game of Thrones" ist aber mehr ein Action-Adventure mit vielen Rollenspiel-Elemente (Punkte verteilen, Ausrüstung anlegen etc.). Ich kann mich mit keinen der beiden Hauptcharaktere - Mors und Alester - richtig anfreunden, sie wirken beide nicht besonders sympatisch (auf mich). Das liegt auch dran, dass es nur ein festes Gesicht für Mors bzw. Alester gibt. Hier ist BioWare Vorreiter: ein offizielles Gesicht für den Hauptchrakter, aber man hat trotzdem die Möglichkeit, den (Haupt)Charakter zu individualisieren.




Die sehr langen Dialoge, teils gelangweilt (und genervt) vorgetragen, werden schnell langweilig. Übrigens: das Game hat die Buch-Lizenz und nicht die Lizenz der TV-Serie, auch wenn die Original Synchronsprecher der TV-Serie die jeweiligen Charaktere sprechen; in den Optionen im Hauptmenü kann die Text-Sprache auf Englisch ebenso wie die Sprachausgabe geändert werden. Ich empfinde, ich bin jetzt bein 12. von 15. Kapiteln, die Geschichte des nicht allzu spannend, eher im Gegenteil, sie ist sehr vorhersehbar und um Homer J. Simpson zu zitieren: "Laaangeweilig" (das ist natürlich nur mein persönliches Empfinden). Die Nebenquests sind belanglos und viel selten. Die Welt wirkt leer und steril; man kann sich nur mit festgelegten NPCs unterhalten, und nur während einer (bestimmten) Quest. Sonst stehen Stadtbewohner und andere NPCs einfach nur rum und unterhalten sich zwar, diese Gespräche werden immer wieder wiederholt. Das Game wurde mit Geldern der EU mitfinanziert, anscheinend aber nicht besonders viel, dass sieht man an der Grafik. Ja, die aktuelle UNREAL-Engine wird genutzt, aber der erste Teil von MASS EFFECT sieht besser aus. Die Grafik, vor allem die Gesichter und Haare der Chrakteremodelle ist richtig *schlecht*.




Noch ein paar Anmerkungen zum Gameplay: Mors hat einen Hund, den man direkt steuern kann, und zwar in Ego-Perspektive; diese Sequenzen haben schnell mich genervt. Der taktische Anteil der Kämpfe (die teils in Echtzeit, teils rundenbassiert ablaufen) ist nicht der Rede wert. Verschiedene Waffen (Dolch, Schwert, Axt usw.) sollen auf die Rüstungsarten (leicht, mittel und schwer) unterschiedlichen Schaden machen, dies fällt aber kaum ins Gewicht. Ein Charakter in schwerer Rüstung läuft gleich schnell (oder langsam) wie einer in leichter oder mittlerer. Noch eine Kleinigkeit: Alester ist ein Feuerpriester - trotzdem kann man den "Charakterzug" (am besten mit den Perks in Fallout 3 vergleichbar) "Angst vor Feuer" auswählen, sowas zerrt an der Atmosphäre. Anmerkungen zur Spielzeit (netto): 30 - 40 Stunden.Vielleicht ist Game of Thrones beim zweiten Durchspielen, wenn man über die Grafik hinwegsieht, besser; ich werde aber das Game nach dem ersten Spiel-Durchgang zur Seite legen.







Grafik: 2/5

Sound inkl. Sprache/Musik: 3,5/5

Gameplay: 2,5/5

Spass: 3/5

Steuerung: 4 /5

Insgesamt 3 von 5 Sternen; Fans können 1 Stern dazu rechnen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Distant Worlds PCCD

Ich bin durch Zufall auf das PC-Game "Distant Worlds" gestoßen, und habe es auch dann sofort bestellt, weil ich endlich ein neues Game wie das legendäre Master of Orion II haben wollte.
Bin aber sehr enttäuscht. Keinerlei Sprachausgabe im Jahr 2012 (oder besser gesagt: 2011). Wirklich Null. Nicht mal ein "Bestätigt", wenn ich einem Scout-Schiff befehle, in ein neues Sonnensystem zu fliegen. Kein "Neue Kolonie gegründet". Die Grafik ist nicht der Redewert, ich habe irgendwie das Gefühl, hier wurde ein Browser-Game als Single-Player Game getarnt, es sieht auf jeden Fall so aus. Und das Game braucht gerademal 600 MB Festplattenspeicher. Und nutzt eine CD-Rom (!) als Medium. Die CD muss beim Spielen nicht im Laufwerk liegen.
Ich habe es bis jetzt noch nicht hinbekommen, ein Kolonieschiff zu bauen. Geschweige denn eine neue Kolonie zu gründen. 

Sonntag, 21. August 2011

J.R. Ward Fallen Angels 1 - Die Ankunft

Um "Romantic Fantasy" mache ich normalerweise einen großen Bogen - ein Liebesroman, dass ist einfach nichts für mich. (Ich hatte von der "Twilligt"-Saga schon nach der Hörprobe des 1. Romans genug, die ersten 10min des Films haben mir bestätigt, warum ich um dieses Genre normalerweise einen großen Bogen mache). In Fallen Angels kommen jedoch keine Teenies vor, und die Beschreibung hörte sich vielversprechend an. Die Autorin J. R. Ward soll ja richtig gut sein, und ich wollte dem (Hör-)Buch eine Chance geben. Von "Heroic Fantasy" habe ich im Moment erstmal genug. Ich hatte mir etwas à la Supernatural (TV-Serie) vorgestellt, wurde aber doch sehr enttäuscht; der "Romantic"-Anteil macht nach meinem Gefühl gute 50% des Hörbuchs bzw. Buches aus; die Sex-Szenen werden für meinen Geschmack ebenfalls zu detailreich beschrieben; diese habe übersprungen. Action-Szenen gibt es nur wenige, vom Showdown wurde ich enttäuscht. Aber weil das erste Buch doch sehr spannend aufhört, hoffe ich doch sehr, dass die Reihe hier bei audible.de fortgesetzt wird


Das wichtigste an einem Hörbuch ist der Sprecher. Für Uwe Büschken liefert die Deutsche Synchronkartei 470 Einträge, z.B. die Stimme von Major Evan Lorne in StarGate SG-1 und StarGate: Atlantis; Uwe Büschken lieh aber auch in mehreren Filmen Hugh Grant seine Stimme, zuletzt war U. Büschken in Hangover 2 als Stu Price/Ed Helms zu hören. Als Hörbuch-Hörer ist man von Stimmenwunder wie Rufus Beck, Andreas Fröhlich und David Nathan verwöhnt, aber der "Neue" - Uwe Büschken hat seine Hörbuch-Premiere mit Bravour gemeistert, er braucht jedoch etwas Anlaufzeit, und mann muss schon sehr genau hinhören, wenn man die männlichen Charakter von der "Erzähler"-Stimme unterscheiden will.


Wegen des hohen "Romatic"-Anteils, und einiger langweiliger Passagen vergebe ich 4 Sterne.


Dienstag, 31. Mai 2011

Prince of Persia + Diablo = Garshasp

Ich weiß nicht genau, was ich von Garshasp halten soll. Nach dem ich den Trailer gesehen habe, dachte ich, Garshasp wäre ein Action-RPG in der neuen und unverbrauchten persischen Sagenwelt. Die Rechnung (3/4 * Prince of Persia) + (1/4 * Diablo) = Garshasp geht auf.


Aber: nach dem ersten Level bin ich ernüchtert aufgewacht. Garshap tendiert eher in Richtung Prince of Persia.Es gibt ersten Level bzw. während des Tutorials schon einige [frustrierende] Sprung-Sequenzen. Die Kamera ist fix und kann kein Stückchen korrigiert werden.


Zum Thema "rollenspielartige Charakterentwicklung": ja es gibt Erfahrungspunkte (EP) für jeden Gegner und EP-Kugeln; damit durch höhere Levels gibt es "Updates", z.B. stärkere Angriffe und Angriff-Combos; ich darf nicht entscheiden, was ich steigere. Beim letzten PoP gab es auch EPs für Gegner und Talente, die man steigern konnte (und hier durfte man auswählen, was man steigert(!).


Die Steuerung ist rollenspieltypisch WASD; linke Maustaste "schwacher" Angriff; rechte Maustaste "schwerer Angriff", mit 3. Maustaste "blocken". Mit E benutzt man.


Grafisch ist Garshap nicht schlecht; aber auch nicht das None-plus-ultra. 


Der Held Garshap bleibt stumm, es gibt leider keine Kommentare für z.B. größere Gegner. Es gibt nur einen Erzähler; dieser hört sich für mich nach einem Profi an. Man kann zwischen deutscher und englischer Sprachausgabe auswählen. Die Musik passt zum Setting. 


Für ca. 20 € ist Garshap ein nettes Game für zwischendurch.